Junggesellenabschied - Tipps und Ideen
Tradition und HerkunftWoher der Brauch kommt, lässt sich nicht genau sagen. Sucht man nach den Ursprüngen des Junggesellenabschieds, so werden sowohl das antike Griechenland als auch England als heiße Favoriten gehandelt. In Deutschland hielt sich lange Zeit der Polterabend als gemeinsames „Verabschieden“ des Brautpaares aus der wilden Ehe. Doch der Junggesellenabschied, im wahrsten Sinne des Wortes nur für den männlichen Hochzeitsanwärter, wird mittlerweile auch hier als standesgemäße Feier zelebriert. Und was für den Bräutigam gilt, gilt natürlich auch für die Braut.
Tatsache ist und bleibt: Steht eine Hochzeit ins Haus, so ist es die Aufgabe der engsten Freunde oder auch der Trauzeugen, den bald Vermählten, getrennt voneinander, einen gebührenden Abschied aus dem „Lotterleben“ als Junggeselle oder Junggesellin zu bereiten.
Jeder steht damit mindestens einmal in seinem Leben vor der verantwortungsvollen Aufgabe, einen Junggesellenabschied zu planen. Und um die Braut oder den Bräutigam noch einmal die Freuden des Junggesellendaseins erleben zu lassen, nicht selten in einem feierwütigen und hochprozentigen Rahmen, bedarf es kreativer Ideen und eines nicht unbedingt alltäglichen ProgrammsOb Hirsch oder Henne – Spaß muss sein
Sicherlich unterscheiden sich „Mädelsabend“ und „Herrenabend“. In England beispielsweise wird der Herrenabend als Stag-Party (zu dt.: Hirsch-Party) bezeichnet, wohingegen die Verabschiedung der Braut Hen-Party (zu dt.: Hennen-Party) heißt. Nomen est omen? Möglicherweise, denn während die Herren der Schöpfung gerne auf das altbewährte Programm mit viel Alkohol und dem Besuch einer Table-Dance-Bar zurückgreifen, feiern die Damen doch lieber in gesitteter Umgebung – trotzdem gerne mit einem gut gebauten Stripper. Es kommt eben auf den Typ an.
Für den Bräutigam:
„For he’s a jolly good fellow“ – so jung kommen wir nicht mehr zusammen
Immer wieder gerne wird der Junggesellenabschied als feucht-fröhliche Abendveranstaltung mit kleinen erotischen Einlagen zelebriert. Ein solcher Zug durch die Gemeinde ist meist auch kostspielig für den „Delinquenten“ – denn schließlich sagt ein ungeschriebenes Gesetz, dass der Bräutigam zumindest einen Teil der Kosten zu tragen hat.
Woher nehmen und nicht stehlen? Vielleicht als feuriger Pirat verkleidet. In dieser Aufmachung lässt sich so manches Frauenherz erobern und zahlt für einen leidenschaftlichen Piraten-Kuss gerne auch mal mit harter Münze. Ein so abenteuerliches Motto sollte auch den Rest der Mannschaft nicht davon abhalten, in passender Verkleidung am Untergang der zügellosen Freiheit teilzuhaben.
Wer den Junggesellen lieber in tierischer Verpackung losschicken möchte, liegt mit einem flotten „Hasenpelz“ richtig - übrigens eine nette Kostümierung zur Osterzeit. Man stelle sich diesen netten, puscheligen Hasen auf dem Marktplatz stehend und Ostereier verkaufend vor – dieses Wesen lässt die Frauenherzen schmelzen und den Taler klingen. Analog zaubert sicher auch der Nikolaus in der Vorweihnachtszeit mit Leckereien aus seinem Stiefel so machen Euro aus dem weiblichen Geldbeutel. Saisonunabhängig kann, wer den Bräutigam noch einmal das Gefühl des Platzhirsches erleben lassen möchte, ihm mit einem mächtigen Geweih die vorehelichen Hörner aufsetzen.
Wem die Kostümierung weniger behagt, der sollte zumindest zur ansprechenden Präsentation seiner Waren einen ordentlichen Bauchladen mit sich führen. So ausgerüstet und nett bestückt mit Kondomen, Strumpfbändern, Süßigkeiten oder auch kleinen Spirituosenfläschchen, lässt sich im Stadion, während des Heimspiels der Lieblingsmannschaft, so mancher Euro verdienen.
Der Abend ist noch lang und der Abschied vom wilden Leben soll gebührend gefeiert werden. Ob in der Lieblingskneipe, in einer Table-Dance-Bar, während eines Stadtfestes oder aber auch mit dem Ausflug in eine fremde Metropole – die Verkleidung allein macht noch keine ordentlich feiernde Junggesellenabschiedsfeier. Wie wäre es mit einer Gefangenschaft in der Damentoilette? Dort mit Handschellen angekettet, muss der Bräutigam die Frauenwelt dazu bringen, den Schlüssel zur Befreiung mit einem Kuss oder einer Trophäe z. B. eines BH zu erkaufen. Eine weitere, etwas süffisantere Variante fordert das Erbetteln von Kleidungsstücken spendabler Damen, um eine noch nackte aufblasbare Puppe vor weiteren Peinlichkeiten zu schützen. Hier kommt es natürlich sehr auf das Verhandlungsgeschick und den Charme des Bräutigams an.
Und wer schon immer davon geträumt hat ein ganzes Harem um sich zu vereinen, und sei es auch nur für einen Abend, der findet als Scheich im türkischen Bad oder im Schwimmbad sicherlich schnell sein zahlungsfreudiges Gefolge.
Ganz gleich ob und in welcher Kostümierung die männliche Delegation den Bräutigam auf die Piste schickt um den schicksalsträchtigen Abschied aus dem Junggesellenleben zu feiern – es sollte witzig sein, allen Beteiligten viel Spaß machen und allen in guter Erinnerung bleiben.Für die Braut:
Pyjama-Party oder wilder Mädelsabend – auch Frauen verstehen es zu feiern
Alles kann, nichts muss – so lautet die Devise bei der Planung des Junggesellinnenabschieds. Ob wilde Party analog zur Herrenriege oder vielleicht doch lieber ein Rundum-Wohlfühl-Tag – das hängt ganz von Ihnen und den Vorlieben der Braut ab.
Wie wäre es z. B. mit einem Kurztrip inklusive Shoppingtour in eine Weltstadt wie Paris, London oder Prag? Billigflieger und Reisebusunternehmen bieten hierfür günstige Angebote inklusive Übernachtung in guten Mittelklassehotels.
Oder Sie spendieren der Braut einen entspannenden Beautytag und lassen Sie sich gemeinsam in einem schönen Spa oder Wellness-Hotel verwöhnen. Im Internet finden Sie eine Vielzahl schöner Hotels sowie Sauna- und Wellness-Bäder - bei Terminen an Werktagen teilweise zu äußerst günstigen Preisen.
Soll es doch etwas feucht-fröhlicher sein, dann bietet ein Zug durch die Lokalitäten vor Ort sicherlich die richtige Kulisse. Junggesellinnen haben es dabei vielleicht etwas einfacher, um das nötige Kleingeld für die Ausrichtung des feierfreudigen Jungfrauenabschieds zu „verdienen“.
Auch hier kann die individuelle Aufmachung oder Verkleidung die Zahlungsmoral der Herren noch weiter fördern. Wer es eher niedlich und mädchenhaft mag, kann die Auserwählte als betörende Haremsdame, unschuldiges Engelchen oder scheues Rotkäppchen auf die Piste schicken. Ähnlich wie beim männlichen Pendant sollten auch hier kleine Spielchen und Streiche nicht fehlen.
„Sex sells“ und so darf die Braut ihre attraktive Ausstrahlung noch einmal als scharfes Bunny in der Männerwelt austesten. Bestimmt zahlt auch so mancher männlicher Discobesucher mit einem Kuss dafür, von der schönen Hexe nicht verflucht zu werden. Und dem hilfsbereiten Charme einer hübschen Krankenschwester, die gegen eine spendierte Getränkerunde für sich und Ihre Helferinnen gebrochene Herzen behandelt, erliegt auch der coolste Barmann.
Sollten Sie als die Gefeierte des Abends Ihren Junggesellinnenabschied selbst inszenieren wollen, dann überraschen Sie Ihr weibliches Abschiedskomitee doch mit einem Ausflug in die Südsee. Mit ein paar bunten Blumengirlanden, tropischen Pflanzen und Meeresrauschen aus dem CD-Player schaffen Sie eine traumhafte Umgebung, in der der Junggesellinnenabschied zu einem unvergessenen Erlebnis wird.
Im Baströckchen mit Muschel-BH empfangen Sie die Mädels mit einer schillernden Blütenkette und einem köstlichen Cocktail. Wie wärs z. B. zur Einstimmung mit einem „Honey Girl“? Dazu mischen Sie 5 cl Cachaca, 2cl Kokosnusscreme (Cream of Coconut), 2 cl Sahne, 4 cl Ananassaft mit einigen Eiswürfeln im Shaker. Ein Ballonglas (ein Longdrink-Glas tut es auch) mit Splittereis auffüllen und den Cocktail darauf gießen. Dann noch 2 TL Honig darunter mischen. Glasrand mit einem Stückchen Ananas garnieren – zum Hinwegschmelzen.
Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit unseren Tipps und Ideen einige Anregungen für die Planung des Junggesellinnen- bzw. Junggesellenabschieds geben konnten. Egal ob im großen Stil oder im kleinen Kreis, was letztendlich zählt ist, dass dieses Event für alle Beteiligten zu einem einmaligen und unvergesslichen Erlebnis wird. Schließlich geht doch jeder davon aus, dass Mann bzw. Frau nur einmal heiratet.





